Erfolgreiche U18-Weltmeisterschaften für Nova Müller in Krakau

U18-Kanuslalom-Weltmeisterschaft · Krakau

Silber im Team und starker vierter Platz im Einzel: Nova Müller überzeugt bei der U18-WM

Mit einer Silbermedaille, einem vierten Platz im Einzel sowie zahlreichen starken Leistungen blickt Nova Müller vom KSV Duisburg-Wedau auf erfolgreiche U18-Weltmeisterschaften im Kanuslalom im polnischen Krakau zurück. Während der gesamten Wettkampfwoche wurde sie vor Ort von Trainerin Mandy Benzin betreut, die sie optimal auf die einzelnen Rennen vorbereitete.

Nova Müller im Kajak-Einer beim Toreinfahren während der U18-Weltmeisterschaft in Krakau
Volle Konzentration: Nova Müller im Kajak-Einer auf dem Kurs in Krakau.

Ergebnisse im Überblick: 🥈 Silber mit dem Team im Kajak-Einer · 4. Platz im Kajak-Einer-Finale · mehrere Halbfinal- und Finalteilnahmen in Kajak, Canadier und Kajak-Cross

Dienstag, 30. Juni – Time Trials im Kajak Cross

Der Wettkampf begann mit den Time Trials im Kajak Cross. Hier galt es nicht nur, sich für die am Sonntag ausgetragenen Heats zu qualifizieren, sondern auch die ersten Medaillen zu vergeben. Mit einem soliden 15. Platz sicherte sich Nova souverän einen Startplatz für die Cross-Entscheidungen am letzten Wettkampftag.

Mittwoch – Kajak-Einer-Qualifikation und Team-Silber

Zunächst stand der Qualifikationslauf im Kajak-Einer auf dem Programm. Mit einer starken Leistung qualifizierte sich Nova als Zweitplatzierte sicher für das Halbfinale. Am Nachmittag folgte bereits der erste Höhepunkt der Weltmeisterschaften: Gemeinsam mit Britta Jung und Nele Krech zeigte das deutsche Team ein starkes Mannschaftsrennen und wurde mit der Silbermedaille belohnt. Damit durfte sich Nova über den Titel der U18-Vizeweltmeisterin freuen.

Donnerstag – Canadier-Qualifikation und Pech im Team

Auch im Canadier präsentierte sich Nova in hervorragender Form. Als Drittplatzierte des Qualifikationslaufs zog sie souverän in das Halbfinale ein. Im Mannschaftswettbewerb waren Nova, Maxi Mueller und Nele Krech ebenfalls auf Medaillenkurs. Mit einer Fahrzeit von 109,67 Sekunden hätte das Trio ganz vorne mitgemischt – ein Fahrfehler einer Teamkollegin führte jedoch zu 50 Strafsekunden, wodurch das deutsche Team letztlich auf Rang neun zurückfiel.

Freitag – Vierter Platz im Kajak-Einer-Finale

Der Freitag brachte die Entscheidungen im Kajak-Einer. Im Halbfinale bewies Nova erneut ihre Klasse: Trotz vier Strafsekunden reichte ihre starke Fahrzeit von 98,66 Sekunden zum dritten Platz und damit zum Einzug ins Finale. Dort traf sie auf eine äußerst starke internationale Konkurrenz, insbesondere aus Tschechien. Mit zwei Strafsekunden belegte sie schließlich den vierten Platz. Auch wenn die erhoffte Einzelmedaille knapp verpasst wurde, bestätigte sie mit diesem Ergebnis eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze ihres Jahrgangs.

Samstag – Knapp am Canadier-Finale vorbei

Im Canadier-Halbfinale schien nach den starken Leistungen der Vortage erneut vieles möglich. Auf dem anspruchsvollen Kurs wurde ihr jedoch Tor 8 zum Verhängnis: Nach einem Fahrfehler musste sie das Tor erneut anfahren und verlor dadurch wertvolle Zeit. Platz 13 bedeutete schließlich das denkbar knappe Aus im Kampf um die zwölf Finalplätze.

Sonntag – Kajak-Cross-Heats zum Abschluss

Zum Abschluss der Weltmeisterschaften standen die Kajak-Cross-Heats auf dem Programm. Nova kämpfte sich zunächst erfolgreich bis ins Viertelfinale vor. Dort endete ihre Medaillenhoffnung jedoch unglücklich: Nach einer unabsichtlichen Berührung ihres Bootes mit dem Körper einer Konkurrentin entschieden die Kampfrichter auf Regelverstoß, sodass ihr Rennen vorzeitig beendet war.

Fazit

Trotz einiger unglücklicher Momente fällt die Bilanz der Weltmeisterschaften äußerst positiv aus. Mit der Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb, einem vierten Platz im Kajak-Einer sowie mehreren Final- und Halbfinalteilnahmen hat Nova eindrucksvoll gezeigt, dass sie zur internationalen Spitze der U18-Klasse gehört. Gleichzeitig haben die Rennen deutlich gemacht, wie eng die Leistungsdichte im internationalen Kanuslalom inzwischen ist und wie oft kleinste Fehler oder unglückliche Entscheidungen über Medaillen oder Enttäuschungen entscheiden.

Nova Müller nach der Weltmeisterschaft, startklar für den nächsten Einsatz
Kurze Verschnaufpause – dann geht es weiter Richtung nächstem Highlight.

Ausblick: U18-Europameisterschaften in Epinal

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits vom 6. bis 9. August stehen im französischen Epinal die U18-Europameisterschaften auf dem Programm. Dort möchte Nova an ihre starken Leistungen aus Krakau anknüpfen und erneut um Spitzenplatzierungen und Medaillen kämpfen. Nach den gezeigten Leistungen bei der Weltmeisterschaft darf man optimistisch auf den nächsten internationalen Höhepunkt blicken.